Die Centre Gauche/Mitte Links nominiert Vincent Pfister für den Staatsrat

Die kantonale Delegiertenversammlung der Mitte Links hat den Stadtfreiburger Grossrat Vincent Pfister einstimmig für den Staatsrat nominiert. Herr Pfister wird auf einer gemeinsamen Liste mit der SP und den Grünen stehen, da die Delegierten auch das Bündnis mit diesen beiden Parteien bestätigt haben.

Der 43-jährige Vincent Pfister ist ausgebildeter Krankenpfleger. Derzeit ist er als Pflegedienstleiter in einer sozialmedizinischen Einrichtung tätig. Der Grossrat verfügt zudem über grosse Erfahrung als Generalrat.

«Ich habe mich meiner Partei für diese wichtige Herausforderung zur Verfügung gestellt, die ich mit Ehre und Demut annehme. Vor allem möchte ich mit meiner Kandidatur für den Staatsrat die Farben und Werte von Mitte Links-Partei vertreten. »

Die Delegierten folgten der Empfehlung des Kantonalvorstands und bestätigten einstimmig die Kandidatur von Herrn Pfister sowie das Bündnis mit den beiden anderen linken Parteien. «Unser gemeinsames Ziel ist klar: drei Sitze im Staatsrat zu gewinnen, um die Politik unseres Kantons wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Mitte Links wird mit der Kandidatur von Vincent Pfister dazu beitragen. », erklärt Sophie Tritten, Präsidentin der Mitte Links.

Die Mitte Links bekräftigte zudem ihre Ziele für diese kantonalen Wahlen. Neben der Wahl in den Staatsrat strebt unsere Partei an, die Fraktionsstärke im Grossen Rat zurückzugewinnen sowie die Oberämter des Saanebezirks mit Sophie Tritten und des Sensebezirks mit Urs Perler zu erringen.

An der Delegiertenversammlung lehnte die Mitte Links beide Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni deutlich ab: Sie empfehlen einstimmig ein NEIN zur sogennanten « Nachhaltigkeitsinitiative » und einstimmig minus eine Stimme und eine Enthaltung ein NEIN zur Änderung des Zivildienstgesetzes.

Die Centre Gauche / Mitte Links schlägt die Kandidatur von Sophie Tritten als Oberamtfrau des Saanebezirks vor

Da die aktuelle Oberamtfrau Lise-Marie Graden (SP) von ihrer Sektion offiziell als Kandidatin für den Staatsrat nominiert wurde, schlägt der Vorstand der Centre Gauche / Mitte Links die Kandidatur seiner Präsidentin Sophie Tritten als Nachfolgerin von Frau Graden in den Oberamt des Saanebezirks vor, natürlich unter der Voraussetzung, dass der SP-Kongress die Wahl von Frau Graden bestätigt. Die Centre Gauche / Mitte Links lädt die beiden anderen Parteien des linken Bündnisses ein, diese Kandidatur zu unterstützen, und wird mit ihnen Gespräche in diesem Sinne führen.

Als ausgebildete Juristin und seit 2021 Grossrätin– unter anderem als Präsidentin der Sonderkommission zur Revision des Justizgesetzes – und seit diesem Frühjahr Gemeinderätin in Gibloux verfügt Sophie Tritten über die erforderlichen Kompetenzen und Erfahrungen, um dieses wichtige Amt auszuüben. Sophie Tritten vereint Kräfte weit über ihren eigenen politischen Lager hinaus und ist bestens geeignet, eine starke und kohärente Politik für den Saanebezirk zu verkörpern und weiterzuentwickeln. Sie wird die hervorragende Arbeit von Lise-Marie Graden fortsetzen können, die den Grundstein für eine kohärente und starke Entwicklung des Saanebezirks gelegt hat. Sophie Tritten lebt in Gibloux, der viertgrössten Gemeinde des Bezirks, und gehört zu den vielen PendlerInnen, die täglich in die Stadt Freiburg fahren. So erlebt sie die Vielfalt des Bezirks im Alltag. Nach zwei Personen aus dem Grossraum Freiburg ist es an der Zeit, die Realität des Bezirks auf diese Weise umfassender zu vertreten.

Die Centre Gauche / Mitte Links wird seinen Verbündeten von der SP und den Grünen vorschlagen, gemeinsam die Kandidatur von Frau Tritten zu unterstützen. Die Centre Gauche / Mitte Links ist überzeugt, dass Frau Tritten sowohl rechts als auch links von ihr auf breite Unterstützung zählen kann. Ihre Kandidatur verdeutlicht die Fähigkeit der Kräfte von Centre Gauche / Mitte Links und des vielfältigen linken Bündnisses, Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen, die in der Lage sind, Menschen zusammenzubringen, wie dies bereits anderswo der Fall ist, beispielsweise durch «Gibloux pour demain», das ihre Kandidatur unterstützt.

Die Sektionen der Centre Gauche / Mitte Links in der Stadt Freiburg und im Saane-Land werden die Kandidatur von Frau Tritten in den kommenden Wochen bestätigen.

Ablehnung des SKfG – Nun müssen Regierung und Parlament wieder ins Gleichgewicht gebracht werden

Die Mitte Links begrüsst die deutliche Ablehnung des Gesetzes zur Sanierung der Kantonsfinanzen. Trotz der breiten politischen Front der bürgerlichen Parteien, die das SKfG unterstützt haben, hat sich heute eine ganz andere Mehrheit durchgesetzt. Für die Mitte Links muss der Staatsrat seine Arbeit ernsthaft wieder aufnehmen, und anschliessend wird es Aufgabe des Grossen Rates sein, einen Vorschlag zu verabschieden, der diesmal ausgewogen und sinnvoll für unseren Kanton ist. Die Mitte Links bedauert, dass so viel Zeit verloren gegangen ist und dass der Staatsrat und die bürgerliche Mehrheit stur einen Weg eingeschlagen haben, der für die Bevölkerung unseres Kantons wenig nützlich ist.

Das Ergebnis dieser Abstimmung ist eindeutig: Die Mehrheit der Bevölkerung unseres Kantons wünscht sich eine andere Politik, insbesondere was die Steuern angeht. In diesem Herbst muss daher ein politisches Gleichgewicht im Staatsrat und im Grossen Rat unseres Kantons wiederhergestellt werden, insbesondere durch einen dritten Sitz für die Parteien der linken und mitte links-Parteien im Staatsrat. Die Mitte Links wird aktiv dazu beitragen.

Refus de la LAFE – Maintenant, le gouvernement et le parlement doivent être rééquilibrés

Le Centre Gauche se réjouit du refus très net de la Loi sur l’assainissement des finances de l’État. Malgré le large front politique des partis bourgeois en soutien de la LAFE, c’est une majorité clairement différente qui s’est exprimée aujourd’hui. Pour le Centre Gauche, le Conseil d’État doit reprendre son travail avec sérieux, et ensuite il s’agira pour le Grand Conseil de valider une proposition cette fois-ci équilibrée et sensée pour notre canton. Le Centre Gauche regrette que tant de temps ait été perdu et que le Conseil d’État et la majorité bourgeoise se soient entêtés dans une voie peu utile à la population de notre canton.

Le constat de ce vote est clair : une autre politique notamment fiscale est souhaitée par la majorité de la population de notre canton. Cet automne, le Conseil d’État et le Grand Conseil de notre canton doivent donc être rééquilibrés politiquement, avec notamment un troisième siège pour les partis de gauche et centre gauche au Conseil d’État. Le Centre Gauche y contribuera activement.

De nouveaux bateaux pour méditer au sujet du PAFE et de la LAFE. Le Centre Gauche exige que le Conseil d’État les utilise aussi.

Le Centre Gauche fribourgeois se réjouit de l’achat par le canton de 18 petits bateaux destinés à être utilisés par le personnel de l’État. D’après nos informations, ces embarcations pourront être engagées sur les Lacs de Morat ou de la Gruyère, afin de permettre à des petits groupes d’échanger et méditer au sujet des conséquences importantes de la LAFE et du PAFE. Le fait de mener ces discussions, parfois animées, à bord de bateau à rames, renforce l’esprit d’équipe tout en ayant un effet apaisant des légères vagues lacustres. Ces échanges pourront être ponctués par des parties de pêche.
Le Centre Gauche demande que le Conseil d’État donne l’exemple et utilise également cette possibilité, car l’impact du PAFE et la LAFE sera très important, et ce bien au-delà du personnel. Voilà pourquoi nous appelons à voter NON le 26 avril prochain.

Neue Boote, um über das PKSF und SKfG nachzudenken. Die Mitte Links verlangt, dass der Staatsrat sie ebenfalls benutzt.

Die Mitte Links Kanton Freiburg begrüsst den Kauf von 18 kleinen Booten durch den Kanton, die für das staatliche Personal bestimmt sind. Nach unseren Informationen sollen diese Boote auf dem Murten- oder dem Greyerzersee eingesetzt werden, um kleinen Gruppen die Möglichkeit zu geben, sich über die weitreichenden Folgen des PKSF und des SKfG auszutauschen und darüber nachzudenken. Die Tatsache, dass diese – manchmal lebhaften – Diskussionen an Bord von Ruderbooten stattfinden, stärkt den Teamgeist und wird gleichzeitig durch die sanften Wellen des Sees beruhigend wirken. Diese Gespräche können durch Angelausflüge abgeschlossen werden.
Die Mitte Links fordert, dass auch der Staatsrat diese Möglichkeit nutzt und vorbildlich sich verhält, da die Auswirkungen des PKSF und des SKfG sehr gross sein werden, und zwar weit über das Personal hinaus. Deshalb rufen wir dazu auf, am kommenden 26. April das SKfG abzulehnen.

Refus avec un écart faible du salaire minimum : maintenant le partenariat social doit progresser, notamment dans le commerce de détail

Le Centre Gauche fribourgeois regrette le refus avec un faible écart de l’initiative pour un salaire minimum, avec un score dépassant largement les partis qui l’ont soutenue. Le problème des bas salaires reste intact pour une bonne partie de la population active de notre canton, et la campagne du non qui s’est opposée par principe n’a proposé aucune solution. Le Centre Gauche attend des associations patronales qu’elles tiennent leur engagement, en faisant avancer le partenariat social, notamment dans le commerce de détail qui attend depuis plus de dix ans une convention collective de travail. Après la mise en oeuvre des prestations complémentaires pour les familles dans le besoin, l’engagement du Centre Gauche et de ses élu-e-s pour un canton plus solidaire se poursuit, notamment au Grand Conseil. C’est cette vision que notre parti et ses candidat-e-s porteront en 2026 pour les élections communales puis cantonales.

D’autre part, le refus net des deux initiatives fédérales n’est pas surprenant, puisque le service citoyen constituait une proposition très novatrice dans une phase plutôt incertaine, et celle demandant un impôt sur les grandes successions était excessive dans sa demande. Toutefois, le Centre Gauche demande une réflexion concernant le service obligatoire et volontaire, et que l’imposition sur les successions soit réexaminée avec d’autres paramètres.


Knappe Ablehnung des Mindestlohnes: Nun muss die Sozialpartnerschaft erweitert werden, unter anderem im Detailhandel

Die Mitte Links bedauert die knappe Ablehnung der Mindestlohninitiative, deren Ergebnis weit über die Stimmen der Parteien hinausging, die sie unterstützt hatten. Das Problem der Niedriglöhne bleibt für einen Grossteil der Erwerbstätigen unseres Kantons bestehen, und die Nein-Kampagne, die sich grundsätzlich gegen einen Mindestlohn aussprach, hat keine Lösung vorgeschlagen. Die Mitte Links erwartet von den Arbeitgeberverbänden, dass sie ihre Verpflichtung einhalten und die Sozialpartnerschaft erweitern, insbesondere im Detailhandel, der seit mehr als zehn Jahren auf einen Gesamtarbeitsvertrag wartet. Nach der Einführung von Ergänzungsleistungen für bedürftige Familien setzen sich die Mitte Links und ihre MandatsträgerInnen weiterhin für einen solidarischeren Kanton ein, insbesondere im Grossen Rat. Diese Vision werden unsere Partei und ihre KandidatInnen 2026 bei den Wahlen auf Gemeinde- und Kantonsebene vertreten.

Andererseits ist die klare Ablehnung der beiden eidgenössischen Initiativen nicht überraschend, da der « Service Citoyen » in einer eher unsicheren Phase ein sehr innovativer Vorschlag war und die Eigenschaften der vorgeschlagenen Erbschaftssteuer übertrieben waren. Die Mitte Links fordert jedoch Überlegungen zum obligatorischen und freiwilligen Dienst und eine Überprüfung der Erbschaftssteuer unter Berücksichtigung anderer Parameter.


Le Centre Gauche et de ses député-e-s renoncent à déposer un recours contre le retrait du budget par le Conseil d’État

Pour rétablir la sécurité du droit et garantir à la population et au canton un budget digne de ce nom pour 2026, le Centre Gauche et ses député-e-s avaient l’intention de déposer un recours. Or, après une analyse juridique approfondie, nous devons y renoncer, le cadre juridique et surtout le calendrier imposé par le Conseil d’Etat ne permettant pas d’obtenir du Tribunal cantonal une décision utile. Une modification législative pour éviter que des mesures qui ressortent de la compétence du Grand Conseil et qui n’ont pas encore été votées soient inclues dans le budget est nécessaire pour éviter la réitération de cette situation inacceptable.

Alors qu’il constate depuis des années la dégradation progressive des comptes publics, le Conseil d’Etat a sciemment retardé le plus possible la prise de mesures d’assainissement, jusqu’à attendre la dernière seconde avant de se retrouver dans le mur. Des mesures d’assainissement progressives auraient pu être discutées de manière démocratique ces dernières années. La volonté du Conseil d’Etat a cependant été d’attendre le plus possible et de soumettre 23 mesures dans un paquet législatif unique lié au budget, ce qui a faussé le débat démocratique au Grand Conseil où, malgré des oppositions de tous bords, personne à droite ne voulait apparaître comme celui qui aurait pu mettre en danger le budget. En plus de cela, la solution imposée par le Conseil d’Etat était soumise au risque référendaire, risque certain compte tenu de la nature grave des décisions et du fait qu’il suffit de 50 signatures pour faire courir le délai référendaire. Malgré cela, le Conseil d’Etat ose rejeter la faute de l’absence de budget sur les référendaires, qui ne font qu’exercer un droit constitutionnel.

La décision communiquée par le Conseil d’État le 22 octobre de retirer son projet de budget 2026 constitue du point de vue du Centre Gauche une violation grave et sans précédent des droits du législatif. En effet, selon la Constitution et la loi sur le Grand Conseil, l’approbation ou le refus du budget sont de la compétence du législatif. Le Conseil d’Etat doit déposer un budget. En enlevant toute possibilité aux député-e-s de débattre d’un budget, le gouvernement cantonal tord le bras du parlement de manière inadmissible. Condamné à prendre acte de cette décision, le Grand Conseil n’a pas pu se prononcer sur un objet pourtant essentiel au fonctionnement de l’Etat. Face à cette situation, le Centre Gauche s’était décidé à déposer un recours pour exiger du Conseil d’Etat qu’il soumette au parlement un budget 2026 condition indispensable au maintien de services publics solides, protecteurs et accessibles, tels que la population est en droit de les attendre.

Si le retrait et le fait de ne pas déposer de budget sont clairement illégaux, il fallait encore demander dans le recours le dépôt d’un budget, forcément équilibré. Or, en ayant retardé le plus possible les mesures fixées dans une loi, en s’exposant à un référendum certain et en annonçant la date de la votation au 26 avril 2026, les chances de voir un recours aboutir à une décision avant le 26 avril 2026 sont faibles. Par ailleurs, une acceptation de la LAFE aurait rendu le recours sans objet. Un rejet de la LAFE dans les urnes aboutira à un résultat équivalent à l’admission du recours puisque le Conseil d’Etat devra alors remettre l’ouvrage sur le métier et préparer un nouveau train de mesures législatives en vue de déposer un budget équilibré. Par ailleurs, dans ce contexte, d’autres questions de recevabilité se posaient.

Face à ce constat d’impossibilité d’agir utilement dans le cadre légal actuel, le Centre Gauche et ses député-e-s se battent au Grand Conseil pour que la loi soit adaptée sans délai, afin d’éviter qu’une telle situation ne se reproduise à l’avenir. Notre objectif est clair : empêcher que le gouvernement puisse à nouveau priver le parlement — et donc la population — de son droit légitime à débattre et décider du budget cantonal. Le Centre Gauche réaffirme avec force qu’il utilisera toutes les voies politiques et juridiques disponibles pour défendre les valeurs qui fondent son engagement :

  • la solidarité, pour garantir des services publics forts et protecteurs ;
  • la protection de l’environnement, indispensable à un avenir durable ;
  • une économie au service des humains, et non l’inverse.

Nous resterons fermes, déterminés et vigilants : les institutions doivent fonctionner correctement, et le parlement cantonal doit pouvoir accomplir pleinement la mission que le peuple lui a confiée.

Die Mitte Links und ihre GrossrätInnen verzichten darauf, gegen den Rückzug des Budgets durch den Staatsrat Beschwerde einzulegen

Um die Rechtssicherheit wiederherzustellen und der Bevölkerung und dem Kanton ein passendes Budget für 2026 zu garantieren, hatten die Mitte Links und ihre GrossrätInnen die Absicht, Beschwerde einzulegen. Nach einer eingehenden rechtlichen Prüfung müssen wir jedoch darauf verzichten, da der vom Staatsrat vorgegebene rechtliche Rahmen und vor allem der Zeitplan es nicht ermöglichen, vom Kantonsgericht eine sinnvolle Entscheidung zu erwirken. Eine Gesetzesänderung ist jedoch dringend notwendig, um zu verhindern, dass Massnahmen, die in die Zuständigkeit des Grossen Rates fallen und noch nicht verabschiedet wurden, ins Budget aufgenommen werden, damit sich die momentane inakzeptable Situation nicht wiederholt.

Obwohl der Staatsrat seit Jahren eine fortschreitende Verschlechterung der öffentlichen Finanzen feststellt, hat er die Sanierung bewusst so lange wie möglich hinausgezögert, bis sich in letzter Sekunde mit dem Rücken zur Wand wiederfand. In den letzten Jahren hätten schrittweise Sanierungsmassnahmen demokratisch diskutiert werden können. Der Staatsrat wollte jedoch so lange wie möglich warten und hat 23 Massnahmen in einem einzigen Gesetzespaket in Verbindung mit dem Budget vorgelegt. Dieses Vorgehen hat die demokratische Debatte im Grossen Rat verzerrt. Trotz Widerstands von allen Seiten wollte niemand aus dem bürgerlichen Lager als derjenige erscheinen, welcher das Budget gefährden könnte. Darüber hinaus war die vom Staatsrat auferlegte Lösung mit dem Risiko eines Referendums behaftet, das angesichts der Schwere der Entscheidungen und der Tatsache, dass bereits 50 Unterschriften ausreichen, um die Referendumsfrist in Gang zu setzen, sehr wahrscheinlich war. Trotzdem schreibt der Staatsrat die Schuld für das Fehlen eines Budgets den Referendumsbefürwortern zu.  Dabei ist das Referendum ein politisches Grundrecht, das in unserer Verfassung verankert ist.

Die vom Staatsrat am 22. Oktober bekannt gegebene Entscheidung, seinen Entwurf für das Budget 2026 zurückzuziehen, stellt aus Sicht der Mitte Links eine schwerwiegende und beispiellose Verletzung der Rechte der Legislative dar. Gemäss der Verfassung und dem Gesetz über den Grossen Rat liegt die Zuständigkeit für die Genehmigung oder Ablehnung des Budgets bei der Legislative. Der Staatsrat hat die Pflicht, ein Budget vorzulegen. Indem sie den GrossrätInnen jedoch die Möglichkeit nimmt, über ein Budget zu debattieren, übt die Kantonsregierung unzulässigen Druck auf das Parlament aus. Der Grosse Rat, der diese Entscheidung hinnehmen musste, konnte sich nicht zu einem Thema äussern, das für das Funktionieren des Staates von wesentlicher Bedeutung ist. Angesichts dieser Situation beschloss die Mitte Links, eine Beschwerde einzureichen, welche vom Staatsrat verlangt, dem Parlament ein Budget für 2026 vorzulegen, das eine unverzichtbare Voraussetzung für die Aufrechterhaltung solider, beschützender und zugänglicher öffentlicher Dienstleistungen beinhaltet, wie es die Bevölkerung zu Recht erwarten darf.

Weil der Rückzug und die Nichtvorlage eines Budgets eindeutig rechtswidrig sind, musste in der Beschwerde dennoch die Vorlage eines zwangsläufig ausgeglichenen Budgets gefordert werden. Da jedoch die in einem Gesetz festgelegten Massnahmen so weit wie möglich hinausgezögert wurden und damit ein Referendum provoziert sowie der Abstimmungstermin auf den 26. April 2026 festgelegt wurde, sind die Chancen gering, dass eine Beschwerde vor dem 26. April 2026 zu einer Entscheidung führt. Ausserdem hätte eine Annahme des PKfG die Beschwerde gegenstandslos gemacht. Eine Ablehnung des PKfG an der Urne würde zu einem Ergebnis führen, das der Annahme der Beschwerde gleichkäme. Der Staatsrat müsste alsdann von vorne beginnen und ein neues Gesetzespaket vorbereiten, um ein ausgeglichenes Budgets vorzulegen. Darüber hinaus stellten sich in diesem Zusammenhang weitere Fragen zur Zulässigkeit.

Angesichts der Feststellung, dass es im aktuellen Rechtsrahmen unmöglich ist, wirksam zu handeln, kämpfen die Mitte Links und ihre GrossrätInnen im Grossen Rat dafür, dass das Gesetz unverzüglich anzupassen ist, um zu verhindern, dass sich eine solche Situation in Zukunft wiederholen wird. Unser Ziel ist klar: Wir wollen verhindern, dass die Regierung dem Parlament – und damit der Bevölkerung – erneut ihr legitimes Recht nimmt, über das kantonale Budget zu debattieren und zu entscheiden. Die Mitte Links bekräftigt nachdrücklich, dass es alle verfügbaren politischen und rechtlichen Mittel einsetzen wird, um die Werte zu verteidigen, auf denen sein Engagement basiert:

  • Solidarität, um starke und schützende öffentliche Dienstleistungen zu gewährleisten;
  • Umweltschutz, der für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich ist;
  • eine Wirtschaft im Dienste der Menschen und nicht umgekehrt.

Wir werden standhaft, entschlossen und wachsam bleiben: Die Institutionen müssen ordnungsgemäss funktionieren und das Kantonsparlament muss die ihm vom Volk übertragene Aufgabe uneingeschränkt erfüllen können.