
Die Mitte Links bedauert die knappe Ablehnung der Mindestlohninitiative, deren Ergebnis weit über die Stimmen der Parteien hinausging, die sie unterstützt hatten. Das Problem der Niedriglöhne bleibt für einen Grossteil der Erwerbstätigen unseres Kantons bestehen, und die Nein-Kampagne, die sich grundsätzlich gegen einen Mindestlohn aussprach, hat keine Lösung vorgeschlagen. Die Mitte Links erwartet von den Arbeitgeberverbänden, dass sie ihre Verpflichtung einhalten und die Sozialpartnerschaft erweitern, insbesondere im Detailhandel, der seit mehr als zehn Jahren auf einen Gesamtarbeitsvertrag wartet. Nach der Einführung von Ergänzungsleistungen für bedürftige Familien setzen sich die Mitte Links und ihre MandatsträgerInnen weiterhin für einen solidarischeren Kanton ein, insbesondere im Grossen Rat. Diese Vision werden unsere Partei und ihre KandidatInnen 2026 bei den Wahlen auf Gemeinde- und Kantonsebene vertreten.
Andererseits ist die klare Ablehnung der beiden eidgenössischen Initiativen nicht überraschend, da der « Service Citoyen » in einer eher unsicheren Phase ein sehr innovativer Vorschlag war und die Eigenschaften der vorgeschlagenen Erbschaftssteuer übertrieben waren. Die Mitte Links fordert jedoch Überlegungen zum obligatorischen und freiwilligen Dienst und eine Überprüfung der Erbschaftssteuer unter Berücksichtigung anderer Parameter.